• © Landeshauptstadt Kiel, Christian Rummel

Patientenverfügung

In einer Patientenverfügung können Sie schriftlich für den Fall Ihrer Entscheidungsunfähigkeit im Voraus festlegen, ob und wie Sie in bestimmten Situationen ärztlich behandelt werden möchten. Sie können die Patientenverfügung auch um Bitten oder bloße Richtlinien für eine Vertreterin oder einen Vertreter sowie für die behandelnden Ärztinnen und Ärzte und das Behandlungsteam ergänzen. Zudem kann es sinnvoll sein, auch persönliche Wertvorstellungen, Einstellungen zum eigenen Leben und Sterben sowie religiöse Anschauungen als Ergänzung und Auslegungshilfe Ihrer Patientenverfügung zu schildern. So können Sie Einfluss auf eine spätere ärztliche Behandlung nehmen und damit Ihr Selbstbestimmungsrecht wahren, auch wenn Sie zum Zeitpunkt der Behandlung nicht mehr ansprechbar oder einwilligungsfähig sind. 

Die Patientenverfügung muss schriftlich festgelegt werden und Datum und Ort enthalten.

Betreuung und Betreuungsverfügung

Mit einer Betreuungsverfügung bestimmen Sie selbst, wer Ihre gesetzliche Betreuung übernehmen soll, und können Wünsche äußern, wie die Betreuung inhaltlich aussehen soll oder wie Sie im Pflegefall versorgt sein möchten. In einer Betreuungsverfügung kann eine Person des Vertrauens beim Vormundschaftsgericht als Betreuer eingesetzt werden. 

Das Betreuungsrecht gewährleistet Schutz, Fürsorge und ein größtmögliches Maß an Selbstbestimmung für hilfsbedürftige Personen, die ihre Angelegenheiten nicht mehr selbstständig regeln können. Ein Betreuer kann beim zuständigen Amtsgericht benannt werden, wenn eine Hilfsbedürftigkeit vorliegt.

Vorsorgevollmacht

Mit einer Vorsorgevollmacht benennen Sie eine Person, die bereit ist, im Bedarfsfall für Sie zu handeln. Dadurch soll eine (gesetzliche) Betreuung vermieden werden. Handlungsfähig ist Ihr Bevollmächtigter nur dann, wenn er die Vollmacht im Original vorweisen kann. Sie können das Schriftstück an einem Ort verwahren, den der Bevollmächtigte kennt, oder auch von vornherein an ihn übergeben. Gegen Gebühr kann man die Vollmacht auch im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer registrieren lassen.

Registrierung: www.vorsorgeregister.de